Quelle: Slam Magazin / Ausgabe 38 (Juli/August 2008)

 

Mit "Singapore Sling" erscheint dieser Tage nichts anderes als die in meinen Augen beste deutsche Rock'n'Roll Veröffentlichung des bisherigen Jahres 2008. BETTIE FORD rotzen sich mit einer derartigen Spielfreude sowie einem unglaublichen Gespür für geile Hooklines und Melodien durch das Album sodass einem das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht will. Dabei ist relativ egal, welchen Song man anspielt, sei es "Ode To The Angels", "Burn", "The Big Getaway" oder "Hold Your Horses", bei diesem von Kurt Ebelhäuser (BLACKMAIL, SCUMBUCKET) produzierten Kracher reiht sich ein Ohrwurm an den anderen. Und angenehmerweise lassen die Fords nicht ausschließlich die alte HELLACOPTERS- oder GLUECIFER- Rocksau aus dem Stall, sondern weben hier und da auch gekonnt ein paar Rockabilly- und Punk Zitate ein. Es ist den Eierlikör-Liebhabern rund um Don Ford von Herzen zu wünschen, dass sie rechtzeitig zum 10-jährigen Jubiläum die AUfmerksamkeit eines größeres Publikums auf sich ziehen können. Verdient haben sie es mit einem Klassealbum wie "Singapore Sling" allemal. Wer auf Punk'n'Roll der Extraklasse steht, bekommt hier ein Album, dass den CD Schacht für längere Zeit nicht verlassen wird. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

Martin Ertolitsch (9)

Quelle: Rock Hard (Ausgabe 253, Juni 2008)

 

Vier Jahre nach dem ersten Langspielkracher kredenzen die selbst ernannten Gentlemen-Rocker endlich Nachschub für die durstige Kickass-Rock-Gemeinde. „Singapore Sling“ vereint alle Trademarks der Vorgängerscheibe – wie fetzende Stadionriffs, eingängige Refrains und großartige Melodien – und bündelt diese zu einer groovenden Rock’n’Roll-Walze, die sich schneller in die Festplatte brennt als jedes Nervengift. Neben den obligatorischen Parkettfegern auf den Spuren früher Hellacopters und Gluecifer (‚Gonna Getcha’, ‚Waste My Time’) stechen vor allem das überragende ‚Ode To The Angels’ und das großartige ‚Hold Your Horses’ hervor, die an Social Distortions „White Light White Heat, White Trash“-Phase erinnern. Das sollte man sich als Punk’n’Roll-Liebhaber keinesfalls entgehen lassen!

9/10

Lisa Stegner / Rock Hard

Quelle: Melodie & Rythmus / Ausgabe 05/08

 

Mit gewohnter Haudraufmentalität geht es für Bettie Ford in die zweite Runde. Die Krachmaten um Oberposer Don Ford ließen sich für "Singapore Sling" zwar vier Jahre Zeit, haben aber nichts von jener Energie eingebüßt, mit welcher sie durch ihr Debüt "League of Fools" und durch die Landen rockten. Unter der Regie von Kurt Ebelhäuser entstand ein Zweitling, bei dem es mächtig zur Sache geht sowie hin und wieder auf die Zwölf gibt. Dabei sorgen Bettie Ford selbst mit ungestümen Laudatien an den Rock'n'Roll etwa wie "Burn" oder "My Mission" dafür, dass von sich aus überhaupt nichts anbrennen kann. Aber wer hier Dumpfbackenmucke vermutet, der liegt absolut falsch, da man sich auch brisanten Themen wie Kindesmissbrauch widmet ("Ode to the Angels") oder rigoroser Weise mit seinem ehemaligen Tourmanager abrechnet ("Fuck off and Die"). Und man hat das Gefühl, dass die Band trotz alledem am Ende ihren Frieden gefunden hat, da die Semiballade "Coming Home" mit allem versöhnt.

(dobi)

Quelle: Stardust Magazin / Ausgabe 11

 

Betty Ford war von 1974 bis 1977 First Lady an der Seite von Präsident Gerald Ford im Weißen Haus und neigte vor allem in der Zeit danach zu Alkoholismus und übermäßigem Drogenkonsum. Was das mit der Band BETTIE FORD zu tun hat? Das Quartett braut quasi vertontes Bier: Zusammengesetzt nach striktem Reinheitsgebot mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang, stehen die Kölner in einer langen Brautradition von ehrlichem, bodenständigem Rock mit Punk-Note - herbes Flens statt V+ Lemon Zero Zero. Geschmacklich liegen BETTIE FORD zwischen gut gelagerten Bones, alten Turbonegro, Pilsener Hard-Ons und der Königin der Biere, Social Distortion. Zu Beginn kann man das einfach gut trinken, mit steigendem Konsum bleiben mehr und mehr Meldodien hängen, der Rausch setzt ein, und wenn der Kneipier auf Repeat drückt, ist man sofort einverstanden. Bei sehr häufigem Konsum (auch live) kann man davon süchtig werden. So weit kommt es aber lange nicht bei allen. Der unschätzbare Vorteil von BETTIE FORD gegenüber Bier: Man bekommt keinen Kater. Und für die SÜchtigen: Die bekannten Entzugskliniken, die nach der ehemaligen First-Säufer-Lady Betty Ford benannt sind, kann man sich auch sparen.

(JEB) 10 Punkte

Quelle: Ox-Fanzine / Ausgabe #78

 

Review: SINGAPORE SLING (CD | Crafty/Rough Trade | craftyrecordings.net | 47:35)
Artist: BETTIE FORD


Seit 2006 war das Album schon im Kasten, doch die Band fand kein Label. Schon eigenartig, dass die Platte zunächst keiner machen wollte, denn BETTIE FORD aus Köln zeigen im Vergleich zu ihrem Debüt "League Of Fools" (2003) musikalisch eine absolute Steigerung. Während das Debüt zwar munter drauflos polterte, auf lange Sicht aber doch etwas ermüdete, merkt man auf "Singapore Sling", dass die Band die lange Zeit wirklich genutzt hat, um besser zu werden - insbesondere durch ausgiebiges Touren. So haben BETTIE FORD inzwischen nicht nur das gesamte Bundesgebiet gerockt, sondern auch Russland zeigte sich zu recht mehr als begeistert (siehe Interview). Mit "Singapore Sling" packt die Band nun den Punk und Rock'n'Roll der Anfangstage beim Schopfe und kleidet ihn in ein professionelleres Gewand. Die Songs sind ausgereifter, abwechslungsreicher und einfach besser - rocken weiterhin wie die Hölle, jedoch mit weit mehr Drive und Melodie, wenn auch vielleicht etwas auf Kosten des Punk und zu Gunsten des Rock. So finden sich hier auch zwei balladeske Rocknummern fürs Lagerfeuer wie "Fragile life" oder "Coming home". Songs, die man der Band durchaus zugetraut hat, doch auf "League Of Fools" niemals stattgefunden hätten. Produziert wurde die Platte wieder von Kurt Ebelhäuser (BLACKMAIL) und der hat der Platte wohl noch den nötigen Feinschliff verpasst. "Singapore Sling" hat vor allem das, was Bands wie die HELLACOPTERS oder GLUECIFER zuletzt vermissen ließen, und das ist Spielfreude. Ich meine: Rausgehen und den Laden in Schutt und Asche rocken - egal ob vor 1.000 Russen oder 30 Leuten in Buxtehude. Glückwunsch! So kann es gern weitergehen! (9)

(Carsten Hanke)

Quelle: "Terrorverlag.de"

 

3 cl Gin
- 1.5 cl Cherry Brandy
- 12 cl Ananassaft
- 1.5 cl Limettensaft (frisch gepresst)
- 0.75 cl Cointreau
- 0.75 cl D.O.M. Bénédictine
- 1 cl Grenadinesirup
- 1 Dash Angostura-Bitter

Das sind die Ingredienzien, die ihr für einen Singapore Sling benötigt. Für die BETTIE FORD-Variante reicht jedoch ein CD-Player und die Kölner haben sich im Wesentlichen auf eine Zutat beschränkt: Rock ’N’ Roll, der in den Arsch tritt. Dass das Quartett, dessen Namen doch stark an jene Betty Ford erinnert, in deren Kliniken Prominente versuchen, ihre Alkoholprobleme in den Griff zu bekommen, seine dritte VÖ nach einem Cocktail benennt, ist vielleicht etwas makaber. Aber wenn man weiß, dass Sänger Don Ford nur zur Gitarre gekommen ist, weil der ehemalige zweite Gitarrist im Bandmobil auf eine Flasche Eierlikör trat und sich so den Fuß brach, erklärt das doch manches. Im zehnten Jahr ihres Bestehens rocken BETTIE FORD momentan durch Russland, während es für die Daheimgebliebenden flotten Punkrock gibt.

Entsprechend eröffnet der Vierer den Reigen mit „Gonna Getcha“ und einem HELLACOPTERS-mäßigen Monsterriff. „Ode To The Angels“ widmet sich treibend und mit knackigen Langäxten dem brisanten und leider auch sehr aktuellen Thema Kindesmissbrauch, während „Burn“ mit einer starken Rhythmusfraktion überzeugt. Das melodische „The Big Getaway“ geht in Bein und Ohr, dann geben die Herrschaften mit „My Mission“ wieder ordentlich Gas und auch „For Good“ setzt auf eingängigen Speed. Bei „Waste My Time“ darf gern mitgegrölt werden, bevor „Fragile Life“ ruhigere Töne anschlägt. Diesen kurzen Ausflug Richtung Ballade stoppt „Hold Your Horses“. Offensichtlich drängt es nicht nur die Pferdchen nach vorn, auch BETTIE FORD lassen es amtlich krachen. Dem schließt sich „Fuck Off And Die“ an. Hier rechnet die Band laut und schnell mit einem bekannten Tourveranstalter ab – da ist wohl was nicht so gelaufen wie geplant... Für den Fall, dass auch auf der Hörerseite noch irgendwelcher Frust abzubauen ist, dürfte „Don’t You Dare“ unterstützend wirken. Die bandinterne Hymne „Roots“ rockt ebenso wie „She Tried To Be Good“ wie der Teufel und wird abgelöst vom abschließenden Akustikepos „Coming Home“.

„Singapore Sling“ entstand bereits Ende 2006 in nur elf Tagen unter der Regie von Kurt Ebelhäuser (BLACKMAIL, SCUMBUCKET), der auch schon den 2004er Vorgänger „League of Fools“ produziert hat. Der neue Silberling ist aber keineswegs mit der heißen Nadel gestrickt, sondern überzeugt mit frischem Punk ’N’ Roll, der die Boxen frei pustet.

Quelle: "www.heavy-metal.de" (18.07.08)

 

Gentleman Rock aus Kölle!

Schick mich inne Klinik!!!!

Singapore Sling

Bettie Ford

Salute!

Die selbsternannten "Gentleman Rocker" von der Bettie Ford Klinik ziehen seit 1998 durch die Lande und können mit dem aktuellen Output "Singapore Sling" absolut begeistern.

Vielleicht genau zur richtigen Zeit, sahnen doch ähnlich gelagerte Combos wie "Mustasch" oder "Volbeat" zur Zeit mächtig ab! Die Scheibe profitiert von einem authentischen leicht dreckigen Sound der von Mastermind Kurt Ebelhäuser mal wieder mehr als gekonnt in Szene gesetzt wurde.

Aber, wenn man Songs wie "Gonna getcha", "The big getaway" oder "Ode to the angels burn" am Start hat kann sowieso nix anbrennen!

"Bettie Ford" bitten erstklassigen Ab-Geh Rock, nicht infantil, nicht überzogen, einfach nur richtig gut, so gut das sogar mir die Scheibe mächtig gefällt und die Rübe wohlwollend und zufrieden mit den meist flotten Takten mit wippt!

8 Points! Erschienen über Crafty Recordings.

Quelle: "Sonic Reducer"

 

Der Weg in´s Herz des Hörers führt stets zunächst über den visuellen Kanal. Vor dem Hören eines neuen Albums kommt der Blick auf das Cover. Kurz darauf wird die Assoziationsmaschine beim Blick auf die Tracklist angeschmissen. In welche Richtung das neue Album der Jungs von Bettie Ford gehen wird, kann so auch der ungeübte Bettie Ford Hörer vermutem, ohne die Band je gehört zu haben. Titel wie “Burn” oder
“Fuck Off And Die” sprechen für sich. Wirkt natürlich stereotyp und etwas abschreckend, hat jedoch eine
Chance verdient. Gesagt getan, CD in den Player gelegt und auf Reisen geschickt.

Und prompt bestätigt sich der erste Eindruck. Bei Betty Ford wird gerockt. Damit wir uns jedoch nicht mißverstehen, lieber Leser, hier wird nicht alternativ prollgerockt wie in den 90ern und auch eine große Punkattitüde kann man der Platte nicht entnehmen. Der Sound von Betty Ford wirkt aufgrund der rohen Songs stets zeitlos. "SS" zählt scheinbar auch zu den wenigen Platten, die sich an die “nach 5 Sekunden muss der Song greifen, sonst ist er scheiße” Regel halten. Hier braucht man keine Eingewöhnungszeit. Mal um mal geht es in die Vollen und die gelungenen Harmonien verleihen den wüsten Rocknummern den nötigen Charme. Hightlight der Platte ist “Ode To All The Girls”, das den Hörer bereits nach wenigen Sekunden auf seiner Seite hat.

Egal, ob nun zum Einsatz in einem Harley Davidson Treff, zum Autofahren oder vor dem Rechner sitzen und
Rezensionen tippen. Diese Rockplatte macht Spaß.

Sebastian Jegorow




Quellw: www.persona-non-grata.de

 

Die alte Bettie ist wirklich unverwüstlich. Die Schutzheilige aller Rock’n'Roller, die auch mit krebsgeschwollener Leber noch aufrecht gehen und mit den Eiern wackeln können, setzt ihre nach jahrzehntelangen Exzessen rauchig und beinahe maskulin (automechanikerhaft) gegerbte Stimme diesmal einer Kölner Backingband vor. Selbstredend, dass man die alten Platten dieser Band, damals noch unter dem Namen League of Fools, nicht gehört haben muss – erstaunlich allenfalls ob der absonderlichen Trivia, dass sie damals die erste Erasure-Coverband waren, die sich einer Produktion von Kurt Ebelhäuser rühmen durfte (inzwischen gibt’s da ja noch zwei, drei andere). Nun also steht diese Band völlig unter dem nikotinnebeligen Aura von Frau Ford, nur ihr Großneffe Don darf ihr da ab und an die Strophen zu den mitreißenden Refrains von lebens- und gelageweisen Stücken reichen, die sie selbstverständlich nur erneut den großen Themen widmet, die sie von Kindheit an geprägt haben – die Flaschen und die Männer (die noch mehr vertrugen, als sie selbst). Es ist unmöglich, dieser Frau und ihrer Bedeutung für die Musik in einer hodenschrumpligen Rezension gerecht zu werden, am Besten man baut ihr gleich einen Schrein, die gesammelten Misfits-Bootlegs als Fundament, an das man dann alle Social D Alben auf die eine und skandinvaische Kayalstift-Poser-Bands auf die andere Seite lehnen kann, und ganz oben rauf setzt man dann die alte Bettie, die Unverwüstliche, ja, das sollte dann auch ihre Bierwampe tragen.

(Crafty Recordings/PIAS)

Quelle: "whatrocks.de"

 

Bunte Tattoos, Koteletten, Tollen, Flammen, aaaaaaaaaaber: kein Whiskey. Singapore Sling ist der neue Kehlenschmeichler für Freunde rockender Rolligkeit.

:: CD-Review ::

Wie fangen wir denn an? Wieder damit, dass der zur Zeit allgegenwärtige Ebelhäuser Kurt produziert hat. Nein. Randnotiz. Aber Indikator für guten, druckvollen Sound. Wichtig. Brauchen und wollen wir. Haben wir.
Was Bettie Ford noch haben sind gute Melodien und rockende Songs. Der Album-Opener "Gonna Getcha" wird jeden Gluecifer-Fan erfreuen. Das folgende "Ode To The Angels" lässt die bandeigene Note mit Social Distortions Punk-Melancholie verschmelzen.
A propos eigene Note: Sehr markant ist die Stimme von Sänger Don Ford. Leicht nasal, aber mit schön bluesigem Touch. Manchmal aber irgendwie zu dumpf.
Die ersten vier Songs sind mehr als überzeugend, haben deutlichen Hitfaktor. Danach flacht der Spannungsbogen ab. Die folgendene Songs sind nicht umbedingt viel schlechter, wissen aber entweder keine neuen Facetten zu präsentieren oder lassen eine gewisse Prägnanz vermissen. "Fragile Life" überrascht dann mit ruhiger Eingängigkeit, könnte fast eine Creed-Ballade sein.
Mit einer Fast-Akustik-Ballade schließt dann auch das Album: "Coming Home". Dieses packt dann nach rund drei Minuten doch noch die dickere Unterstützung aus. Sehr schön und ein runder Abschluss für ein am Ende doch sehr solides Album. Da kann man sich schon mal einen Cocktail gönnen.

Quelle: "Aktiv Musik Magazin Ausgabe Mai 2008"

 

The Hellacopters sind so gut wie Geschichte, dann ist der Weg ja frei für das Rock'n'Roll-Quartett Bettie Ford. Don Ford, Silver Revolte, Rock Vegas und Brat O'Hara legen auf 'Singapore Sling' furios los. Sie lassen von Anfang an keinen Zweifel offen, dass sie Mitanwärter auf den
freigewordenen R'n'R-Thron sind. Dieser Meinung scheint auch Kurt Ebelhäuser von Blackmail zu sein, der unbedingt das zweite Bettie Ford-Album produzieren wollte. Da sagten die Jungs natürlich nicht Nein.

Quelle "discover.de"

 

Zumindest marketingtechnisch haben sich die vier Kölner ihre eigene Schublade geschaffen. "Finest gentlemen rock" nennen Bettie Ford ihren Musikstil. Wie sagt man dazu im Rheinland? Alles Gedöns, das die Kerle eigentlich gar nicht nötig haben.

Tatsächlich lebt "Singapore Sling"(das zweite Album der Band nach dem starken Debüt "League Of  Fool") von einer vitalen Kreuzung aus Punk- und Rotzrock á la The Bones, Gluecifer oder Hellacopters. Das mit dem "fein" ist gar nicht so verkehrt, denn die Mischung aus Fordscher' Energie, Eingängigkeit und Eigenständigkeit ist beeindruckend. Das liegt zum einen am weitgehend ausgereiften Songwriting, zum anderen am melodisch-markanten Organ von Frontturner Dennis Schwarz alias Don Ford. Kurzum: Die Jungs wissen, wie man simple, mitreißende Songs inklusive der nötigen Portion Dreck schreibt, nachzuhören in "Gonna Getcha", "Burn", "Hold Your Horses" oder "Don't You Dare". Mit "Ode To The Angles" ist sogar ein lupenreiner Hit am Start. Der amtliche Sound von Produzent Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Scumbucket) tut ein Übriges.

Zwar schalten die vier Herren in den 48 Minuten zuweilen auch mal in den Leerlauf ("The Big Getaway", "For Good", "Fragile Life"), der Großteil der 14 Songs ist aber der ideale Soundtrack, um das Gaspedal deines Ford Mustangs durchzutreten und die gegelte Tolle den Fahrtwind trotzen zu lassen. Besser als so manch' überschätze Skandinavien-Truppe, joot jemaat!

Quelle: Rocktip.de"

 

Rocktipp!
Bettie Ford – Singapore Sling (14 Songs - 47:40 min)
Auch “Bettie Ford” kommen aus Köln , auch deren 2. Album (plus eine EP) wird am 25.04.2008 veröffentlicht und auch “Singapore Sling” ist richtig gut. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Hier gibts tollen englisch-sprachigen Rock mit viel Power in der klassischen 4er-Besetzung. “Bettie Ford” waren schon sehr erfolgreich auf Tour durch Russland (!) unterwegs und ab Oktober wollen sie die deutschen Clubs erobern. Mit diesem Song-Material stehen die Chancen gut.
Highlights: der Opener “gonna getcha”, “ode to the angels” (Hitpotential), “Burn” (kein Deep Purple Cover), “F.O.A.D.” und “roots”.
Kein Ausfall - tolles Gesamtwerk, klarer rocktip. Reinhören und kaufen!

Quelle: "Metal.de"

 

1998 war ein denkwürdiges Jahr für den Rock'n'Roll. Die BACKYARD BABIES veröffentlichen mit „Total 13“ einem absoluten Meilenstein, TURBONEGRO erschufen „Apocalypse Dudes“, ein Album für die Ewigkeit und verabschiedeten sich für fünf Jahre aus dem Geschäft. Bands wie GLUECIFER oder die HELLACOPTERS sind es, die dem längst tot geglaubten Geist des Rock’n’Roll wieder Leben und eine gehörige Portion Rotz einhauchen, Bands wie die STOOGES und MC 5 werden wieder entdeckt; zeitlose Klassiker wie MOTÖRHEAD, AC/DC und die - zumindest damals – göttlichen ROSE TATTOO werden einem neuen, jungen Publikum erschlossen.

Ebenfalls in diesem Jahr lernten sich im Underground zu Köln anlässlich eines Konzerts der Japaner GUITAR WOLF drei Herren kennen und beschlossen nach Feststellung nahezu identisch gelagerter musikalischer Fähigkeiten, ebenfalls eine Rock'n'Rollband zu gründen.
Knapp ein Jahr später war das Line-Up komplett und BETTIE FORD war geboren. Verschiedene Samplerbeiträge sowie das Debütalbum “League Of Fools“ (2003), zahlreiche Shows mit namhaften Kollegen wie THE BONES, PSYCHOPUNCH, TV SMITH, BLOODLIGHTS und den Cowboys von THE BOSSHOSS folgten.

Unter Regie von SCUMBUCKET-Kurt Ebelhäuser entstand auch “Singapore Sling“, das Zweitwerk der Kölsche' Jungs. Los geht’s mit “Gonna Getcha“, einem feinen Stück Rotz'n'Roll, dessen Herkunft man eher in Stockholm als in der rheinischen Metropole vermuten würde. In diesem Stile geht’s dann weiter. Mal dreckig (z.B. bei “Burn“), mal mit Melodie (“Fragile Life“, geradezu balladiös) eigentlich immer lustig und einmal auch sehr ernst- “Ode To Angels“ thematisiert einen der unschönsten gesellschaftlichen Auswüchse überhaupt, den Kindesmissbrauch.

Wer also auf die oben aufgezählten Bands steht, aber auch den TURBO A.C.s und eventuell NASHVILLE PUSSY etwas abgewinnen kann, sollte hier mal hinhören. Oder sich die Jungs auch mal live anschauen, im April sind sie nämlich auf Tour.

Punkte: 7/10
(Christian / 15.04.2008)

Quelle: "sellfish.de"

 

Kurt Ebelhäuser, anyone?!? Richtig, der Herr von Bands wie Blackmail oder Scumbucket. Für das zweite Album für die Kölner Bettie Ford saß er wieder hinter den Reglern. Dass das schon Ende 2006 gewesen sein soll verwundert, erscheint „Singapore Sling“ doch erst im April diesen Jahres. Was so lange gedauert hat? Vielleicht der Wechsel von Punk'n'Drunk zu Crafty Recordings.
Sicher ist nur, dass hinter dem „finest gentleman rock since 1998“ Don Ford an Lead-Gitarre und Mikro, Silver Revolte an der Rhythumsgitarre, Rock Vegas am Bass und Brat o`Hara an den Drums stehen. Gitz-O-War und Tank Williams wurden, in mittlerweile zehn Jahren Bandgeschichte, auf dem Weg zurückgelassen. Mit „Singapore Sling“ bewegen sich die Herren etwas mehr als eine dreiviertel Stunde zwischen Rockabilly, Punk und Fernseh-Rock. Der Opener „Gonna Getcha“ soll die Marschrichtung vorgeben und zeigen, was die nächsten 13 Lieder passieren soll: „We`re gonna fuel your motor , we`re gonna fire you up, we boost you to your limits, and we ain`t gonna stop“. Schlechte Ansage, wenn bereits das darauf folgende Lied „Ode To The Angels“ von Kindesmissbrauch handelt und stimmlich weichere Töne angeschlagen werden. Bei „The Big Getaway“ landen Bettie Ford dann auch musikalisch am seichteren Ufer und garnieren das ganze noch mit Shalalala-Chor. Konsequent ist was anderes und erst ab „Fuck Off And Die“ mag man den Jungs wieder „Schweinerock“ als Prädikat verteilen, vielleicht liegt das ja am Schimpfwort im Songtitel oder an der Wut, die sie dann einem bestimmten Herrn Holger H. widmen, seines Zeichens Tourveranstalter. Bereits unterwegs mit The Bones, Boss Hoss, Zen Guerilla oder The Hanson Brothers sind die Bettie Fordler momentan bei Teil zwei ihrer „Rock-Over-Russia“-Rundreise und werden da bestimmt ihre 14 Songs voller Männerthemen wie Frauen, Wut und Frauen dabei haben. Angestoßen wird im Hause Bettie Ford übrigens mit Eierlikör. Echte Männer eben.

Spielzeit: 47:48 / Rock

Autor: Vivien Mierzkalla

Quelle: "Synthetics Magazin"

 

Mit einem Hellacopters-mäßigen Monsterriff eröffnen Bettie Ford den Tanzreigen auf "Singapore Sling", bevor sie sich mit 'Ode To The Angels' - das Stück handelt von Kindesmissbrauch - einem hoch brisanten (und leider ziemlich aktuellen) Thema widmen, das durch viel mehr Musiker und Promis bekämpft werden müsste. Das Album enthält 14 Tracks und beeindruckt durch seine klaren Linien und Strukturen. Die aus Köln stammende Formation versteht es ihre Bad Religion Artigen Melodien perfekt mit sehr rockigem Hintergrund zu arrangieren. www.bettieford.de
Wertung: 75%
Jonah

Quelle: "terz.de"

 

Handgranate, aber sehr gediegen. Vier Gentlemen mit Koteletten und Tatoos, die unprätentiös und fett rocken, dass die Schwarte kracht. Neben ungewöhnlichen Lyricthemen wie Kindesmissbrauch gibt's die Klassiker: Abfackeln, Arschlecken and the big getaway. Geile Scheibe und vor allem live sicherlich ein cooler Brenner.

Quelle: "roteraupe.de"

 

Recht umfangreich ist die Diskographie von Bettie Ford bislang noch nicht. "Singapore Sling" ist erst der zweite Longplayer des Quartetts - und das, obwohl die Band im Herbst ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Die Jungs von Bettie Ford sind eben eine Band, die sich eher auf der Bühne als im Studio wohl fühlt. Das ist dem Album auch anzuhören, denn so richtig zünden dürften die meisten Songs auf "Singapore Sling" ohnehin erst vor einem Live-Publikum.

Bettie Ford spielen geradlinigen, eingängigen und manchmal etwas altmodischen Rock, der irgendwo zwischen den Hellacopters, Turbonegro und Social Distortion anzusiedeln ist. Die Band selbst nennt das durchaus zutreffend "finest gentleman rock". Neben den krachigen Uptempo-Stücken finden sich auf "Singapore Sling" hin und wieder auch überraschend ruhige und ernsthafte Songs, wie etwa "Ode to the Angels", das sich auf gekonnte Weise des heiklen Themas Kindesmissbrauch annimmt. Auch mit der Ballade "Coming Home", einer Liebeserklärung an die Familien der Musiker, beweisen Bettie Ford, dass sie mehr sind als vier großflächig tätowierte Partytiere mit einem Hang zu hochprozentigen Getränken.

Quelle: "Musicheadquarter.de"

 

Die Legende lässt wissen, dass die Grundsteinlegung von Bettie Ford auf einem Konzert von Guitar Wolf im Kölner Underground im Jahre 1998 zelebriert wurde. Hauptgemeinsamkeit der damaligen, hoffnungsvollen Rockstars war das Unvermögen, Instrumente zu bedienen, so wie es auch der Act des Abends eindrucksvoll vorführte.

Bis aus dieser Selbsthilfegruppe eine Rockband werden konnte, bedurfte es einiger Proben und Umbesetzungen. Doch hat das alles seine Früchte getragen, denn jetzt bringen Don Ford (Gesang, Gitarre), Silver Revolte (Gitarre), Rock Vegas (Bass) und Brat O´Hara (Schlagzeug) mit "Singapore Sling" ein solides, packendes und spannendes Rock-Album heraus, das seinesgleichen sucht.

Nach einer kurzen Einführung mit Monsterriff hämmert sich das schöne "Ode To The Angels" in das geneigte Ohr und schon den ersten Refrain muss man sofort mitsummen. Doch behandeln Bettie Ford in ihren Songs durchaus auch schwierige Themen. So handelt das genannte "Ode To The Angels" z.B. von Kindesmissbrauch.

Aber auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen, die Anlage wird immer lauter, schließlich sollen die Nachbarn auch teilhaben an der Freude, die diese Musik macht. "Burn" und "Waste My Time" ballern los, Stillstehen unmöglich. Sogar eine Ballade ist dabei, zumindest fast; "Fragile Life" nimmt sofort gefangen und man wähnt sich am Lagerfeuer.

Über Pfingsten werden die Vier ihre ausverkaufte Headlinertour durch Russland fortsetzen und ab Oktober werden dann die heimischen Gefilde gepflügt, Sommerfestivals werden ebenfalls beglückt. Party on, Wayne!